Ist nicht schlimm, Mama

Veröffentlicht von Elitsa am

Heute möchte ich Dir etwas aus meinem Alltag mit Kind erzählen 🙂

Unsere Tochter liebt Geschichten und so freut sie sich jeden Morgen darauf, aus einer grossen, schweren Kinderbibel mit wundervollen Bildern vorgelesen zu bekommen. Diese Kinderbibel enthält 32 Geschichten. Wie eine normale Bibel ist sie in Altes und Neues Testament unterteilt. Besonders bedeutsam für unsere Kleine ist, dass diese Bibel ein schönes Lesezeichen in Form eines kleinen Bändchens hat 🙂 Sie hat diese lebendig geschrieben Geschichten so gerne, dass wir diese Bibel gerade heute schon zum sechsten Mal durchlesen. Ich staune immer wieder, welche neuen Details sie wahrnimmt und welche Zusammenhänge sie herstellt.

Hast Du dich zum Beispiel schon mal gefragt, was du dir im Himmel und später auf der neuen Erde wünschst, oder wovon Du dir erhoffst, es zu sehen oder zu bekommen? Ehrlich gesagt habe ich mich das bis vor einem Monat nicht gefragt. Da haben wir die allerletzte Geschichte Nummer 32 mit dem Titel «Alles wird neu» gelesen – ein wunderschönes und fröhliches Bild gibt den Kindern eine Vorstellung davon, wie schön die Ewigkeit sein wird.

Mitten in der Geschichte trübte sich aber ihr Gesicht und dann sagte sie: «Ich möchte aber, dass es dort auch eine Schaukel gibt… und werden die Plüschtiere und meine Puppen auch dort sein?» Tja… In diesem Augenblick erinnerte ich mich, wie ich in der Kinderbibelschule als ungefähr Achtjährige fragte, ob es im Himmel Glacé geben wird und ich sehr enttäuscht war als ich hören musste: «Nein, dort werden viele gesunde Sachen sein, ganz viel Obst und Gemüse». Also, überlegte ich mir kurzerhand die Verantwortung für zukünftige «Enttäuschungen» Gott zu überlassen und so schrieben wir einen Brief an Gott mit wichtigen Sachen und Wünschen zum Berücksichtigen 🙂 Seitdem haben wie diesen Brief noch weitere zwei Mal ergänzt.

Heute morgen haben wir dann mit der ersten Geschichte dieser Bibel wieder angefangen: «Gott macht die Erde». Am Ende der Geschichte müssen Adam und Eva den Garten Eden verlassen. Für eine Kinderbibel endet diese Geschichte ziemlich traurig. Und meiner Tochter gefiel das Ende auch nicht, es machte sie auch traurig. Als wir im Herbst diese Bibel zum ersten Mal gelesen hatten, erklärte ich an dieser Stelle ganz kurz, dass es traurig ist, Gott aber eine Idee hatte, wie alles wieder gut werden wird – deswegen kam Jesus, starb am Kreuz und wurde wieder lebendig. Er bereitet jetzt alles vor und kommt uns bald holen, damit wir mit ihm zusammen sein können. Das hatte ihr damals als Erklärung gereicht. Heute beim Vorlesen hat sie mich bereits drei Sätze vor dem Ende der Geschichte unterbrochen und sagte: «Ist nicht schlimm, Mama», nahm die Bibel, blätterte bis zu der letzten Geschichte und mit einer Selbstverständlichkeit sagte sie dann: «es wird alles wieder gut, schau, wie schön die neue Erde ist.»

Und plötzlich kamen mir die Worte aus Matthäus 18 in den Sinn: «»Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…» Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich wollte mir heute Morgen mindestens ein Stück von dieser Selbstverständlichkeit, Einfachheit und diesem kindlichen Glauben abschneiden.

Seine Verheissungen sind klar: er bereitet Wohnungen für uns vor, wir werden ohne Schmerz, Tod und Tränen leben und werden die Ewigkeit mit Ihm verbringen. Darauf dürfen wir Vertrauen und können uns entscheiden, alles, was hier auf der Erde passiert mit diesem Satz zu entwaffnen: «Es ist nicht schlimm», «alles wird neu»! Manchmal ist es aber schwierig die Realität als nicht schlimm zu bezeichnen… „Es ist schlimm, aber alles wird neu“ … Auch diese Formulierung enthält SEINE Verheissung. ER hat das letzte Wort. Und SEIN Wort zählt.

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